Der Präsident des Europäischen Parlaments
Der Präsident des Europäischen Parlaments wird vom Europaparlament gewählt. Dazu benötigt man eine absolute Mehrheit (mindestens 50%) der Stimmen. Des Öfteren einigen sich vor der Wahl die beiden größten Fraktionen (SPE und EVP) auf die Wahl eines von ihnen gestellten Kandidaten. So wurde beispielsweise 2004 ein Kandidat der SPE Präsident, 2007 wurde dann Hans-Gert Pöttering von der EVP mit Hilfe der SPE zum Präsidenten gewählt.
In jeder Legislaturperiode werden zwei Präsidenten mit einer Amtszeit von 2,5 Jahren gewählt. Deshalb wird der aktuelle Präsident Jerzy Buzek (EVP) noch bis Ende 2011 im Amt sein. Seine wichtigste Aufgabe ist die überwachung der Aktivitäten des Europaparlaments und dessen Institutionen. Des Weiteren ist er der Repräsentant des Parlaments bei internationalen Angelegenheiten. Bei Planersitzungen und Besprechungen des Präsidiums, die Verwaltung des Parlaments, hat der Präsident den Vorsitz.
In der Geschichte des Europäischen Parlaments stellten bisher die Christdemokraten (Fraktion EVP) am häufigsten den Präsidenten. Dies ist jedoch auch auf die wesentlich höhere Anzahl an Abgeordneten der EVP, verglichen mit den meisten anderen Fraktionen, zurückzuführen.
